Ich freue mich sehr, dass ich als Nachfolger für Lore Auerbach ins Kuratorium der EL PUENTE Stiftung gewählt wurde. Die Hildesheimer Allgemeine Zeitung berichtet am 21. Juni 2021:

Da Bild zeigt einen Ausschnitt aus der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung vom 21. Juni 2021 mit der Überschrift "Der Neue für den Fairen Handel"

Von Norbert Mierzowsky

Der Hildesheimer Grünen-Bundestagsabgeordnete Ottmar von Holtz ist am Freitag neu ins Kuratorium der El-Puente-Stiftung gewählt worden. Er gilt als Experte für entwicklungspolitsche Themen und setzt sich auch für fairen Handel ein (Fair Trade). Von Holtz ist Nachfolger für die ausscheidende Lore Auerbach.

„Für mich ist es schon immer eine große Freude gewesen, wenn ich zum Beispiel bei Terminen in Berlin von El Puente mit Sitz im Landkreis Hildesheim erzählen konnte“, sagt von Holtz. Die Stiftung selbst wurde 2001 gegründet, um den fairen Handel zu fördern und gleichzeitig in den entsprechenden Ländern Bildungsprojekte auf den Weg zu bringen. Die Produkte werden unter anderem im Hildesheimer El-Puente-Laden in der Osterstraße verkauft.

Und sie erfüllen genau das, was das im März im Bundeskabinett beschlossene Lieferkettengesetz nun nachholen soll: Einhaltung von Arbeitsschutzmaßnahmen und Verbot von Kinderarbeit. „Es ist ein Gesetz light“, sagt der Abgeordnete. Aber es sei immerhin ein Anfang. Falls die Grünen nach der Bundestagswahl eine Regierung mitbilden würden, würde es aus seiner Sicht aber erstmal dauern, bevor es angepasst werden könnte: „Wir haben noch viele andere Themen auf unserer Agenda.“

In Hildesheim möchte er sich nun stärker dafür einsetzen, dass das Anliegen von El Puente stärker in der Öffentlichkeit wahrgenommen werde. „Es gibt bereits etliche Hersteller, die qualitativ gute Produkte unter fairen Bedingungen vermarkten“, sagt von Holtz.

Das Besondere bei El Puente sei allerdings, dass die Stiftung eine aktive entwicklungspolitische Arbeit leiste. von Holtz, der in Namibia geboren wurde, hatte selbst erfahren müssen, dass es gar nicht so einfach sei, mit Produkten in die Regale von El Puente zu gelangen. „Ich hatte mal vorgeschlagen, eine Erdnussbutter aus Namibia zu importieren“, erzählt er.

Doch das habe sich zerschlagen. Denn El Puente behält sich vor, die Produzenten vor Ort aufzusuchen, um sich über die Einhaltung der Fair-Trade-Regeln zu vergewissern. Ein aufwändiger Kontrollprozess, der aber Sicherheit vermittle. Die wünscht sich von Holtz auch von dem neuen Lieferkettengesetz.

Hildesheim ist 2017 erstmals von dem Verein TransFair als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet worden, einen Rang, den man alle zwei Jahre neu erwerben muss. Dass es dabei um mehr geht, als nur in den Gremiensitzungen fair gehandelten Kaffee oder Tee auszuschenken, macht Jasmin Weprik, Fachbereichsleiterin im OB-Büro, auf HAZ-Anfrage deutlich. Eine Steuerungsgruppe mit Teilnehmern verschiedener Institutionen sei mit der Aufgabe befasst, das Thema auch durch Aktionen bekannter zu machen. Doch coronabedingt habe es dabei nun eine Auszeit gegeben. Nach den Sommerferien solle es aber weitergehen, teilt Weprik mit.

Bei der Wahl zum Kuratorium der El-Puente-Stiftung sind neben Ottmar von Holtz noch Georg Poddig (Schellerten), Mirco Peisert (Hildesheim) Steffan Bockemühl (Groß Escherde) und Dieter Peschel (Hildesheim) gewählt worden. Als Vorstandsmitglieder wurden gewählt: Kurt Warmbein (Hildesheim), Stephan Wolpers (Bad Nenndorf) und Jörg Zöllner (Schwarmstedt).

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Die EL PUENTE Stiftung will das Bewusstsein der Menschen in der Bundesrepublik Deutschland für die Belange der Länder der südlichen Hemisphäre erweitern, indem sie entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit fördert. Einerseits sollen Gruppen und Initiativen finanziell unterstützt werden, die hier bei uns Bildungs-Maßnahmen durchführen, andererseits wird die Stiftung eigene Initiativen ergreifen. Die Stiftung steht in der Kontinuität der EL PUENTE Familie, die sich der Nachhaltigkeit und dem fairen Handel verpflichtet fühlt.
Die EL PUENTE Stiftung steht für entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit.

Mehr Infos gibt es auf der Webseite der Stiftung.