Z um Global Peace Index 2021 erklärt Ottmar von Holtz, Sprecher für Zivile Krisenprävention:​

Zum neunten Mal in 13 Jahren hat sich die Friedens- beziehungsweise Konfliktsituation weltweit verschlechtert, so der Global Peace Index 2021. Genauer gesagt verzeichneten 73 Länder eine Verschlechterung in Bezug auf Militarisierung, häusliche Gewalt, Sicherheit und soziale Absicherung. Besonders gefährlich sind die Konsequenzen der Pandemie, die als Konfliktmultiplikator und zusätzlicher Unsicherheitsfaktor in vielen Regionen der Welt für eine Zunahme der Gewalt und der politischen Instabilität sorgen. Insgesamt wird auch eine größere Zahl an Demonstrationen beobachtet, in denen staatliche Kräfte gewaltsam gegen die Demonstrierenden vorgehen. Gerade die Länder, die auf den hintersten Plätzen des Index rangieren, sind leider weiterhin von schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen, Fl ucht und Gewalt geprägt, unter anderen Afghanistan, Jemen, Syrien, Südsudan, Irak, Somalia und die Demokratische Republik Kongo.

Deutschland muss sein internationales Engagement endlich deutlicher ausbauen und sich gerade im Bereich der Krisenfrüherkennung, Krisenprävention und Friedensmediation stärker aufstellen, sowohl personell als auch finanziell. Auch die Beteiligung Deutschlands mit zivilem Personal an internationalen Missionen ist weiterhin beschämend gering. Wir fordern eine stärkere Kohärenz der Außen-, Sicherheits- und Friedenspolitik, wozu auch die Auswirkungen der deutschen Rüstungsexporte gehören, sowie die Umsetzung einer feministischen Außenpolitik. Besonders wichtig ist aber eine noch stärkere Unterstützung der internationalen Gemeinschaft bei der Beseitigung der Pandemieauswirkungen.