Es ist wichtig, afrikanische Perspektiven in unsere Afrikapolitik einzubeziehen. Welche Rolle die afrikanische Diaspora in der Neuausrichtung einer deutschen Afrikapolitik spielen kann, diskutierte ich in einem öffentlichen Fachgespräch.

Gemeinsam mit Wadzanai Motsi-Kathai von der African Policy Initiative (API) und Alhaji Allie Bangura vom Afro Deutschen Akademiker Netzwerk (ADAN e.V.) besprachen wir Wege, wie die afrikanische Diaspora mit ihren vielfältigen Organisationen, Menschen und Perspektiven stärker in die deutsche Afrikapolitik einbezogen werden kann. Denn aktuell ist die Diaspora eine Ressource, die noch zu wenig gehört wird.

Die globalen Herausforderungen, insbesondere die Klimakrise und ihre Folgen, stellen die internationale Gemeinschaft vor immer größere Aufgaben. Eine friedliche, nachhaltige und global gerechte Beziehung zwischen Europa und Afrika ist unerlässlich. Diese in einer fairen und ehrlichen Partnerschaft miteinander zu gestalten, ist eine große Aufgabe. Wir können sie besser lösen, wenn wir die vielfältigen afrikanischen Interessen und Perspektiven sowohl auf zwischenstaatlicher als auch auf zivilgesellschaftlicher Ebene anhören und bei Entscheidungen berücksichtigen. Dabei können Diaspora-Gruppen Brücken bauen.

Im Gespräch mit unserem grünen außenpolitischen Sprecher Omid Nouripour und dem Online-Publikum wurde deutlich, dass dieser Austausch lohnt: Es gibt viele Fragen zu stellen und Lösungen zu erarbeiten. Ich freue mich, diese Aufgabe zukünftig mit afrikanischen Partner:innen anzugehen! Denn wir waren uns einig, dass diese Form des Dialogs institutionalisiert und intensiviert werden sollte.

Vielen Dank an die tollen Panelist:innen für den spannenden Input und an unsere Vizepräsidentin Claudia Roth für die wichtige und treffende Begrüßungsrede!