N ach Braunschweig lud Ottmar von Holtz diesmal die Bürgerinnen und Bürger in Hildesheim zum Austausch über die Zukunft der Europäischen Union ein. Das äußerst interessierte Publikum diskutierte über Sorgen und Hoffnungen für den Kontinent.

Ottmar von Holtz begrüßte die Europa-Expert*innen Anna Deparnay-Grunenberg, Sergey Lagodinsky und Professor Michael Gehler von der Uni Hildesheim.
Foto: Jessica Sharma

Drei Stunden waren für die Veranstaltung im Café-KOM der Volkshochschule angesetzt. Leider mussten alle angereisten Gäste noch den letzten Zug nach Berlin kriegen, sonst hätten die lebhaften Gruppengespräche noch stundenlang weitergehen können. Anna Deparnay-Grunenberg (Forst- und Umweltwissenschaftlerin mit europäischem Fokus), Prof. Dr. Michael Gehler (Leiter des Instituts für Geschichte an der Universität Hildesheim) und Dr. Sergey Lagodinsky (Leiter des Referats EU/Nordamerika der Heinrich-Böll-Stiftung) boten mit ihren inhaltlichen Inputs jeweils den Anstoß für die Diskussion.

Fragen zur ökologischen Transformation wie beispielsweise „Wie soll die Energiewende europaweit funktionieren, wenn wir die Netze nicht auch europaweit denken und jeder Staat macht wie er möchte?“ wurden mit Anna Deparnay-Grunenberg diskutiert. „Welche Möglichkeiten zur Sicherstellung der Pressefreiheit in Europa, Beispiel Ungarn, haben wir?“ war eine der vielen Fragen, die mit Dr. Sergey Lagodinsky erörtert wurden. Mit Prof. Dr. Gehler wurde gerne sein Hinweis aus dem ersten Input, dass die Entstehungsgeschichte der EU immer im Blick bleiben sollte und die Frage „Sind die Gründungsstaaten nicht zu streng und arrogant in Bezug auf die neuen?“, wieder aufgenommen. Aber auch die hohe Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen in Spanien und anderen EU-Staaten und der gleichzeitige Fachkräftemangel in Deutschland waren Thema und man überlegte gemeinsam, was hier Lösungsansätze sein könnten.